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PressespiegelFrau Aktuell , 25.06.2003 Einzigartig in Deutschland Seine Patienten sind froh, wenn Dr. Jürgen Beyer ihnen eine Alternative zur künstlichen Hüfte anbietet. "Denn die meisten haben Angst vor einem solchen Eingriff", sagt der Orthopäde. Dr. Beyer ist einer von zwei Ärzten in Europa, die seit einem Jahr Knorpel-Transplantation auch an der Hüfte vornehmen. Seitdem hat Dr. Beyer 30 Patienten mit der neuen Methode behandelt. "Mit großem Erfolg", sagt er. Eingesetzt wird das Verfahren bei Hüftkopfnekrosen. Bei dieser Krankheit sterben Knorpel- und Knochenteile ab, weil sie nicht richtig durchblutet werden. Das kann viele Ursachen haben: der jahrelange Gebrauch von Kortison, Alkoholmißbrauch oder Unfälle. "Wir nehmen an, dass auch Diabetes ein Grund sein kann", so Beyer. Und so funktioniert die sogenannte Mosaikplastik: Dr. Beyer bohrt die betroffene Stelle auf und mißt die Größe des Defekts. Damit weiß er, wieviel Knorpel er benötigt. Unser Körper hat ein "Depot", aus dem Ärzte im Notfall Knorpel entnehmen können. "Ich hole mir das Gewebe aus dem Knie. Wichtig ist, es außerhalb der Belastungszone abzutragen", erklärt der Orthopäde. Der Knorpel wird in die Löcher der Hüfte gepreßt. Die Zellen verbinden sich mit der Umgebung – das Leiden heilt aus. Die Patienten beginnen sofort mit Krankengymnastik und müssen rund 14 Tage in der Klinik bleiben. "Wir haben gute Erfahrungen gemacht. Sollte die Therapie die Nekrose nicht aufhalten, kann man immer noch eine künstliche Hüfte einsetzen", so Beyer. Das Problem: Sie halten allerhöchstens 30 Jahre. Vor allem Patienten unter 60 Jahren laufen Gefahr, eine zweite Prothese zu benötigen. Die Mosaikplastik eignet sich nicht zur Arthrose-Behandlung: "Hier ist der Defekt einfach zu großflächig." |
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