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PressespiegelStuttgarter Zeitung Dezember 2003 Gespräch von Frau zu Frau bei Kuchen und Kaffee First Lady und Geschäftsfrauen spenden Kindern in Not In der Vorweihnachtszeit treffen sich die Damen der Gesellschaft zu Gutsle und zum Gespräch. Dieses Jahr gab es gleich zwei Adventskaffees: den offiziellen im Neuen Schloss mit Edeltraud Teufel und eine Benefizveranstaltung mit dem virtuellen Jürgen Klinsmann. Edeltraud Teufel hatte gestern die Damen des Konsularischen Korps zum traditonellen Adventskaffee geladen. Die Frau des Ministerpräsidenten begrüßte rund 50 Frauen, unter ihnen Stefanie Schuster, die Frau des OB, die Gattin des französischen Generalkonsuls, Jane Etienne, die ehemalige Kulturministerin Marianne Schultz-Hector, Margit Mayer-Vorfelder und Yvonne May, um nur wenige zu nennen. Nach der Sonderführung durch die Manet-Ausstellung trafen sie sich im Neuen Salon, dann zum musikalischen Gruß von Klavier, Horn und Alt im Weißen Saal und anschließend zu Kuchenbüffett und Kaffee an der langen Tafel. "Kein Klassement", hieß die Vorgabe des Protokollarischen Dienstes. Schließlich sei der Nachmittag ein "Zusammensein unter Freunden", wie Edeltraud Teufel bei der Begrüßung sagte – auch wenn es auf Wunsch der Gäste dieses Jahr Namensschilder gab. "Wer verstehen will, muss zuhören können." meinte die Frau des Ministerpräsidenten. Das gelte insbesondere für das Konsularische Korps, das das Verständnis für andere Kulturen und Sprachen fördere. Aber sie wolle auch ein Zeichen nach draußen setzen: Anstelle von Weihnachtsgaben an den erlesenen Kreis gehe eine Spende an ein Kinderheim in Bulgarien. Die Tradition des Adventskaffees wird von der Landesregierung seit langem gepflegt. Edeltraud Teufel erinnerte sich gestern, sie sei selbst Gast bei Ingeborg Filbinger gewesen. Sie sehe den Nachmittag als ideale Gelegenheit, sich von Frau zu Frau zu unterhalten – das gehe einfach besser, wenn die Männer nicht dabei seien. "Und in der Adventszeit soll man es sich doch auch mal nett machen oder?" Themen gab es genug, etwa den Nachwuchs im Hause des Justizministers: Julia Goll hat vor drei Wochen den vierten Sohn (Justus) zur Welt gebracht. Anderer Ort, selber Anlass: bereits Montagnachmittag trafen sich Geschäftsfrauen und Unternehmergattinnen im Waldhotel Degerloch. Die beiden Gastgeberinnen Alexandra Beyer und Ingeborg Grandjean sind auf dem gesellschaftlichen Parkett der Stadt keine Unbekannten und wollten nun selbst einmal einen privaten Kreis versammeln. Als einer der wenigen Männer im Saal schaute der Exfußballer Jürgen Klinsmann vorbei – per Liveschaltung aus Los Angeles. Das gemütliche Beisammensein von rund 60 Frauen war nicht nur reiner Selbstzweck: In welcher Runde ließe sich wohl besser für Spenden an Not leidende Kinder werben? Klinsmann tat dies als Familienvater und als Schwabe: Er stellte charmant seine 1995 gegründete Stiftung Agapedia vor, die ein Kinderhaus in Esslingen sowei Heime in Rumänien, Bulgarien und Moldawien betreibt. Seit er selbst Vater sei, wisse er, das "Frauen ein ganz anderes Gefühl für Kinder haben als wir Männer". Applaus. "Ich trage alle Verwaltungskosten selbst". Noch mehr Beifall. Geschäftsführer bei Agapedia sind Klinsmann Jugenfreund Stefan Barth und dessen Frau Marika. Sie zeigten im Video, wie sie die verlassenen rumänischen Kleinkinder aus schlimmsten Verhältnissen holen, aufpäppeln und an Familien im Land vermitteln. Im Anschluss flossen zwar die Gespräche munter an, aber der Kuchen wollte nicht so recht schmecken. |
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