Home | Klinik | Presse | Jobs | Kontakt | Veranstaltungen | Impressum
 

Presse

Orthopädie & Sportmedizin
Wirbelsäulenerkrankungen

Plast.-Ästhetische Chirurgie
Lasermedizin
Phlebologie & Proktologie
Handchirurgie
Fußchirurgie
Anästhesie
Schmerztherapie
Gynäkologie

 

 

 

 

 

 

 

Pressespiegel

Stuttgarter Nachrichten 20.03.2002

Stammzellen bei Gelenkschmerzen

Stuttgarter Apollo Klinik setzt neues Verfahren zur Knorpelbildung beim Meniskus ein

Eine typische Sportverletzung ist der Knorpelschaden am Meniskus. Vor allem junge Menschen kämpfen mit den schmerzhaften Folgen des nicht nachwachsenden Knorpels. Betroffene leiden unter Bewegungseinschränkungen und Schwellungen. Ein relativ neues Verfahren, bei dem Stammzellen eingesetzt werden, lässt den Knorpel wieder wachsen und verhindert ein künstliche Kniegelenk.

Die Apollo Klinik in Stuttgart ist eines der wenigen Zentren in Europa, das diese Operationsmethode anwendet. Dr. Jürgen Beyer ist seit der Eröffnung der Privatklinik vor zwei Jahren ärztlicher Leiter der Orthopädischen Chirurgie und Sporttraumatologie. "Die neue Methode hat gegenüber dem Glasknorpel den Vorteil, dass sie dauerhafter ist", sagt der 43-Jährige. Bisher wurden die Knorpel angebohrt und so zum Wachstum angeregt, doch nach etwa fünf Jahren musste das Verfahren wiederholt werden, da die Knorpelfasern brüchig wurden.

Die autologe Meniskustransplantation, wie das neue Verfahren genannt wird regeneriert geschädigte Meniskusknorpel dauerhaft. Sie weisen meist Löcher auf, und jede Bewegung des Knies spürt der Patient schmerzhaft. Bei der genannten Methode wird dem Patienten in einer ersten Operation aus wenig belasteten Bereichen des Knorpels etwas gesundes Gewebe entnommen. In einem Labor werden Knorpelzellen im Stammzellenverfahren gezüchtet. Drei Wochen nach der Entnahme wird ein zweites Mal operiert. Schadhafter Knorpel wird entfernt und ein Stück Knochenhaut eingesetzt. Es verhindert, dass das neue flüssige Knorpelzellensekret, das dann eingespritzt wird, sich an anderen Stellen anlagert.

Die Operation kostet etwa 6500 Euro. Nach etwa drei Monaten ist das Kniegelenk wieder voll belastbar. Der Knorpel ist nach etwa zwei Jahren ausgehärtet, nu eine kleine Narbe bleibt zurück. Neben der autologen Meniskustransplantation wendet Dr. Beyer weitere ähnliche Verfahren erfolgreich bei Gelenkschäden und Arthrose an. Hierbei wird gesundes Knorpelgewebe von wenig belasteten Stellen im "Mosaikverfahren" in kleinen Teilen in den schadhaften Knorpelteil eingepflanzt. Gerade bei Hüftgelenken weist die Klinik bereits einige gute Erfolge auf.

Hendrik Krusch

zurück