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Pressespiegel

Medizinbild, 11/2007

Kleine Schraube mit großer Wirkung

Sie sieht aus, als gehöre sie in einen Werkzeugkasten für Heimwerker – dabei ist diese Schraube für viele schmerzgeplagte Patienten, die unter einem Knorpelschaden leiden ein wahrer Segen. Denn was im Laufe der Jahre durch Fehl- oder Überbelastung an gesundem Gelenkknorpel zerstört wurde, kann jetzt durch die sogenannte HemiCap, einem Chrom-Kobalt Implantat, das wie eine Schraube aussieht, ersetzt werden. Bei der HemiCap übernimmt die Oberfläche des Implantates, eine Oberflächenschicht aus Titanium, die Funktion des zerstörten Gelenkknorpels. „Mit dieser neuen Technologie steht der Medizin ein sehr effektives Mittel zur Behandlung in der Arthrosetherapie zur Verfügung“, sagt Orthopäde Dr. Jürgen Beyer, ärztlicher Leiter der Stuttgarter Apollo Klinik. Die neue Technologie hat den großen Vorteil, dass sie an fast allen Gelenken an denen Knorpelschäden auftreten, verwendet werden kann. So findet die HemiCap an der Hüfte, am Knie, an der Schulter und am Großzehengrundgelenk ihren Einsatz. „Wir können mit der HemiCap zerstörte Gelenkanteile bis zu einem Durchmesser von zwei Zentimetern überkronen und somit wieder eine tragfähige Gelenkoberfläche herstellen“, erklärt Dr. Beyer. Damit stellt die HemiCap eine sinnvolle Alternative zu den bereits bekannten und bewährten Verfahren in der Therapie des Knorpelschadens, wie die Mosaikplastik, die Autologe Chonrozytentransplantation (ACT) und der Mikrofrakturierung da.

Ein Vorteil der HemiCap liegt vor allem darin, dass bei der Operation nur sehr kleine Schnitte notwendig sind. Der Hauptvorteil aber liegt darin, dass anders als bei den bisherigen Operationsmethoden sofort nach der Operation das betroffene Gelenk wieder mit dem vollem Körpergewicht belastet werden kann. Was für den Patienten die schnellstmögliche Rehabilitation und somit eine deutliche Verkürzung der Arbeitsunfähigkeit bedeutet. Ebenso ist nach einer Behandlung mit einer HemiCap auch nach Jahren noch, wenn auch andere Gelenkknorpelflächen arthrotisch verändert sind, die Rückzugsmöglichkeit auf eine GelenkProthese möglich.

Dr. Jürgen Beyer hat die neue HemiCap als einer der ersten operativ tätigen Orthopäden in Deutschland eingesetzt und verfügt bisher über eine Erfahrung von rund 200 Operationen

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