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Pressespiegel

Super Illu, Januar 2008

„Dank Knorpelverpflanzung kann ich wieder joggen“

Erfolge der Medizin: Arthrose, Abnutzung des Kniegelenks

Die Patientin
Christine Keller (32), Hausfrau aus Neubulach im nördlichen Schwarzwald: Schon seit meiner Kindheit bin ich begeisterte Gardetänzerin. Bei einem Spagat ist es dann passiert. Ich spürte einen stechenden Schmerz im rechten Knie. In den folgenden Jahren wurde es immer schlimmer.

Diagnose. Eine Kniespiegelung ergab einen Knorpelschaden. Zum Glück brauchte ich kein künstliches Gelenk. Dank einer Knorpeltransplantation kann ich sogar wieder joggen.

Der Arzt
Dr. Jürgen Beyer (49), Orthopäde und ärztlicher Leiter der Apollo Klinik Stuttgart: Nicht nur beim Sport leidet die Knorpelschicht. Auch alltägliche Verletzungen wie Verrenkungen der Kniescheibe, oder starkes Übergewicht können im Laufe der Jahre zu Knorpelschäden, Arthrose, führen. Wie schlimm die Auswirkungen sind, können wir mit einer Gelenkspiegelung, einer so genannten Arthroskopie, feststellen. Dabei untersuchen wir durch eine kleine Öffnung das Gelenk. Frau Keller hatte Glück. Ich konnte ihr mit einer Verpflanzung von gesundem Knorpel helfen.

Operation. Bei den meisten Patienten ist das Knorpelgewebe an den Gelenkseiten kaum oder zumindest weniger beansprucht als die Knorpelschicht direkt an den gegenüberliegenden Gelenkflächen. Das machen wir uns bei der Mosaiktechnik zunutze. Mit einem speziellen Hohlmeißel bohren wir ein zylindrisches Loch in ein nicht belastetes Areal und entnehmen dort gesundes Knorpelgewebe. Dieses wird direkt an die schadhafte Stelle verpflanzt. Dafür wird dort ebenfalls ein zylindrisches Loch gebohrt, das entnommene Gewebe mit einem speziellen Gerät eingesetzt.

Erfolg. Die Patienten bleiben nur eine Woche in der Klinik. Nach sechs bis acht Wochen hat sich neuer Knorpel gebildet. Nach drei Monaten ist das Gelenk belastbar, und nach einem Jahr hat der transplantierte Knorpel seine volle Festigkeit erreicht.

Info: Meistens zahlen die gesetzlichen Kassen, vorher abklären.

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