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Autologe Knorpeltransplantation bei Hüftkopfnekrosen (Mosaikplastik)

Defekt des Hüftkopfes
(Nekrose)
Knorpelmosaiken im
operierten Hüftkopf

Die Apollo Klinik Stuttgart führt die Rekonstruktion von Knorpelschäden am Hüftkopf (sogenannte Hüftkopfnekrose) als eines von zwei Zentren in Europa durch. 
Prinzip dieser Operation ist es, den Knorpel des erkrankten Hüftkopfes mit körpereigenem Knorpelmaterial wiederherzustellen, um ein schmerzfreies Gehen sowie eine sportliche Betätigung und eine gute Funktion zu gewährleisten.

Vor der Operation selbst muss eine eingehende klinische Untersuchung sowie Bilddiagnostik mit Röntgenstrahlen und Kernspintomographie durchgeführt werden. Bei entsprechender Indikationsstellung und Eignung des Patienten für die Operation wird dann bei der Operation ein Schnitt an der erkrankten Hüfte gemacht. Der Hüftkopf wird bei der Operation aus der Pfanne herausgedreht und der Knorpelknochendefekt mit Curretage bearbeitet und ausgehöhlt. In der gleichen Sitzung wird am gleichseitigen Kniegelenk ebenfalls ein Minischnitt gemacht und Knorpelknochenstanzzylinder aus dem Kniegelenk entnommen, die nach vorherige Kalibrierung in den Defekt passen. Die Knorpelknochenstanzzylinder variieren zwischen 4 und 10 mm im Durchmesser. Es sind meisten 3 bis 5 Knorpelknochenstanzzylinder (sogenannte Mosaiken) notwendig. Diese am Kniegelenk entnommenen Knorpelknochenstanzzylinder werden dann im Rahmen dieser Operation in den Knorpeldefekt am Hüftkopf in einer Press-fit Technik eingebracht und damit eine neue Gelenkoberfläche mit hyalinem Knorpel (Glasknorpel) erzeugt. Diese aus dem Kniegelenk entnommenen Knorpelknochenstanzzylinder werden außerhalb der Belastungszone des Kniegelenkes entnommen, so dass für das Kniegelenk kein Schaden entsteht. Die Oberfläche sieht dann aus wie eng aneinanderliegende Mosaiken; daher der Name Mosaikplastik. Der betroffene Hüftkopf wird dann wieder ins Gelenk zurückversetzt und die Wunde schichtweise verschlossen.

Die Nachbehandlung erfolgt ohne Gips und ohne Ruhigstellung. Der Patient darf die Hüfte frei bewegen, er muss diese jedoch 6 Wochen mit Hilfe von zwei Gehstützen entlasten.

Es wurden bisher ca. 50 dieser Operationen durchgeführt. Die mittelfristigen Ergebnisse über 2 Jahre sind äußerst ermutigend, so dass Patienten mit einer Hüftkopfnekrose eine Alternativoperation zur Hüfttotalendoprothesenimplantation angeboten werden kann.